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Emils (2011) - Fight together for... - CD 9.00EUR

Punk in Deutschland in der zweiten Hälfte der 80er Jahre: Die Pioniergruppen der 70er Jahre gibt es nicht mehr, die Bands der ersten Hälfte der 80er Jahre haben sich ebenso meist aufgelöst oder sind zu belanglosen Rock-/Metal-Bands mutiert. Parallel entwickelt sich eine kleine Hardcoreszene nach amerikanischem Vorbild.
Und dann kommt, gegründet 1985 und nach einer Demo-Kassette (sowas gab es damals noch...) 1987, Anfang 1988 die erste LP der EMILS (1989 auch als CD mit zwei Bonustiteln). Und was für ein geiles Brett liefern die Hamburger da schon als Debut ab!!!
Hochgeschwindigkeitspunk mit deutschen Texten, aufgenommen im damals beliebten Masterplan Studio in Hildesheim, im Original bei dem noch jungen We Bite-Label veröffentlicht.
Lieder wie Kirche Nein, Neo-Nazis und vor allem: Viel Zu Langsam wurden zu Hits in der Szene und darüber hinaus. Und mit "Dumm Punk" gab es damals schon eine Abrechnung gegen bestimmte Entwicklungen der Szene, wegen denen der Begriff Deutschpunk bis heute immer mehr zum Schimpfwort wurde.
Ebenfalls gab es bei den Emils bei manchen Songs erste Metal-/Speedcore-Einflüsse, die aber gut integriert wurden und höchstens 100%ige Punkpuristen gestört haben.
Insgesamt ein zeitloser Klassiker, seit diversen Jahren in allen Formaten vergriffen, jetzt endlich wieder als CD-Wiederveröffentlichung (und Download) auf Teenage Rebel Records mit den fünf Titeln der Demokassette von 1987 als Bonus zu haben.
Für die Augen gibt es ein achtundzwanzigseitiges Booklet mit allen Texten, Bandhistory, Flyer, Fotos usw.
Die Band gibt es im übrigen auch wieder in der Originalbesetzung und hat im Mai bereits erfolgreich in Lübeck als Headliner mit den englischen Snuff im Vorprogramm gespielt.

Die offizielle Releaseparty ist am 1.09.2011 im Molotow in Hamburg.

Weitere Konzerte:
02.09.2011 Niedergörsdorf (Spirit of the Street-Festival)
03.09.2011 Düsseldorf (AK 47/Flingern Festival Nr.13)
07.10.2011 Rostock (Zuckerfabrik)
(weitere sind in Planung)
Discographie (alles vergriffen):
Fight together for... LP/CD (1988/1989)
Es geht uns gut LP/CD (1989)
Wer frisst wen? LP/CD (1990)
Blut für Öl 7" (1991)
We Bite Live´91 (Emils/Suckspeed/Capitol Punishment) LP/CD/Video (1991)
Licht am Horizont PicLP/CD (1993)
Der schwarze Fleck (best of/neu eingespielt(zT neu arrangiert)) CD (1995)
Partytime LP/CD (1997) (hier gibt es bei uns noch Restbestände)

Viel Spaß mit den Emils auf CD oder am besten natürlich live!!!

Oder noch besser beides...

www.emils.info/
www.myspace.com/emilshh (Fanseite)

PS: Der Name Emils ist schlicht und einfach Slime rückwärts gelesen und hat sonst keine weitere Bedeutung. Man kennt sich als Hamburger natürlich untereinander, aber ansonsten gibt es keine irgendwelche Verbindung, was ja immer wieder gerüchtemäßig aufkam.

Tracklist:
01. Wacht Doch Mal Auf
02. Pass Dich An
03. Neo-Nazis
04. Gerechtigkeit
05. Viel Zu Langsam
06. Super GAU
07. When Does It Stop
08. Kirche Nein
09. Dumm Punk
10. Wir Müssen Draussen Bleiben
11. Wunschkinder
12. Schönes Leben
13. Legale Mörder
14. Noiseless Scream
15. Hungerlied (Demo 1987)
16. Kosaken Kaffee (Demo 1987)
17. Schönes Leben (Demo 1987)
18. Söldner (Demo 1987)
19. Wir Müssen Draussen Bleiben (Demo 1987)


Auch im Punk/Hardcore-Bereich kommen Rerelease immer mehr in “Mode”, was ja auch gar nicht so schlecht ist, wenn es in solch einer Qualität geschieht wie es Teenage Rebel Rec hier beim ersten Emils Album von 1987 nun machen.
Die Scheibe der Hamburger war mir damals ehrlich gesagt ein wenig zu „amerikanisch“, was den Hardcore-Sound der frühen Bands aus den USA schon sehr Nahe kam. Die Punkszene damals war schon, etwas was mich als Metal-Fan immer wieder mit faszinierte. Doch meist bliebt es bei Scheiben die eben das übliche „Staat hau ab“, „Wir saufen bis wir stinken“ und „Ficken mit dem Dicken“ als Texte enthielt. Bei den Emils war das Ganze schon etwas politischer bzw. ihre Texte und ihre Kritik war subtiler verpackt. Was mir heute schon wieder besser gefällt als damals.
Der Sound der Scheibe wurde aufgebügelt und so klingt „Fight Together For“ richtig gut, da sich die Emils schon damals an eine gewisses technisches Niveau gehalten haben, was einige Solos auf dem Album immer noch beweisen. Mann hätte damals eben Crossover gesagt, heute nennen wir es schlicht und einfach Hardcore. Also eher Cause For Alarm, Cro-Mags und Agnostic Front als wie Sex Pistols und The Clash sind hier die hörbaren Vorbilder.
Die Band ging äußerst kritisch mit Themen wie Religion („Kirche Nein“ dürfte eines ihrer bekanntesten Stücke sein), auch mit den Entwicklungen in der eigenen Szene war man nicht immer so ganz einverstanden („Dumm Punk“), Tierversuche werden Angeprangert („Legale Mörder“) und Verfall der Gesellschaft und Menschlichkeit („Gerechtigkeit“, „Viel zu langsam“ und das heute irgendwie noch aktueller klingende „Pass dich an“) werden in richtig kurze, es aber auf den Punkt bringende Texte gepackt.
Als Zugabe gibt es noch die Songs der beiden Demos aus 1987, die Soundlich –Zum Glück- nicht wirklich zum Album abfallen. Es ist kein großer Unterschied und ich mag dieses Tatsache, denn oft werden solche „Bonusstücke“ einfach nur in grauenhafter Qualität mit drauf geklatscht.
Das Booklet ist der Hit, hier wird mit sehr viel Detailverliebtheit der Werdegang der Band in Text und Bild nachgezeichnet und diverse Anekdoten werden mit einem Augenzwinkern aus der Erinnerung geholt. Ich erinner mich noch sehr gut an den Clip von „Kirche Nein“, ein Beispiel von Vielen. Auch was es mit dem Bandnamen auf sich hat, wird in der Geschichte erzählt
Mal eine Neu-Veröffentlichung die mich sehr begeistert und ich habe die Scheibe bzw. die Band nach ewigen Jahren wieder neu für mich entdeckt. Spaßfaktor ist eindeutig viel größer als noch vor Umfzig Jahren als die Scheibe heraus kam. Ich glaube ich werde langsam alt.
Jörg / www.sleaze-metal.de


Reunion! Die EMILS machen wieder einige ausgewählte Bühnen der Republik unsicher und katapultieren sich mit ihrem ersten Album “Fight together for…“ + dem “Demo 1987“ (natürlich Remastered) wieder zurück in Ohren der Punkrockgemeinde. Das SLIME großen Einfluss auf die ebenfalls aus Hamburg stammende Band hatte, erkannt man nicht nur an der Form des Bandschriftzuges, sondern auch, wenn man diesen Rückwärts liest, aber das wissen die Älteren ja sowieso.
Im Gegensatz zu den eben erwähnten Vorbildern, waren die EMILS textlich ein wenig plakativer, musikalisch aber härter. So gingen sie zum traditionellen achtziger Jahre Deutschpunk auch gerne mal mit der Brechstange zu Werke und ließen eine gute Portion Hardcore mit in ihren Sound einfließen, schafften es aber trotz Geschwindigkeit und Härte, eingängige Melodien aus dem Hut zu zaubern. Das die EMILS Anfang der Neunziger ein wenig mit in den Fun-Punk Sog gezogen wurden, war meiner Meinung nach nicht passend, denn die Hamburger waren nie eine Fun-Punk Kapelle. Aber so wurde “Kirche Nein“, dank der Medienpräsenz, den die damalige Fun-Punk Szene genoss, vielleicht zum bekanntesten Song der EMILS, auch wenn es natürlich weitaus stärkere Nummern gibt, wie dieses Album beweist.
Die Jüngeren werden diese Band neu kennen lernen müssen, das ältere Eisen hat wahrscheinlich die LP im Plattenschrank stehen und hegt und pflegt sie, denn immerhin hat “Fight together for…“ Klassikerqualitäten. Die zusätzlichen Songs des Demos von 1987 sind vielleicht ein zusätzlicher Appetithappen, denn in dessen Besitz dürften sich nur die Wenigsten befinden. Das Booklet ist mit Bandhistory, Bildern und Songtexten üppig gestaltet. Gehört in jede gut sortierte D-Punk Sammlung.
Steff / www.uglypunk.de


Was war das für ein Erdbeben als 1988 das "Fight together for ..." Album der Hamburger Punkband EMILS erschien. Alle redeten von der SLIME-Nachfolgeband. War aber nichts damit!
EMILS hatten zwar den Namen rückwärts gedreht, machten auch deutschsprachigen Punk, aber mit einer ordentlichen Hardcore-Kante, später auch mit Metal-Einflüssen. Textlich orientierten sich die Hamburger am traditionellen Deutschpunk mit parolenhaften und kämpferischen Texten, die aber auch immer sehr selbstkritisch waren, wie zum Beispiel die Hymne "Dumm Punk" zeigte. Politiker, Spießer, Nazis und die Kirche, alle bekamen ihr Fett weg. Aber auch über den Tellerrand schauten die Emils und prangerten die Politik der Apartheid in Südafrika mit dem englischsprachigen, rockigen Titelsong an. Die zwölf Songs der LP waren so unglaublich mitreißend mit ihrem melodisch-hymnisch, aber trotzdem aggressiv vor getragenen Texten, die jeder, aber auch jeder, mitsingen konnte. Besonders fiel die versierte Schlagzeugarbeit von Carsten auf, die für eine Punk-Combo untypisch war. Dieser trommelt heutzutage zusammen mit Basser Sven bei OHL. Andere Markenzeichen waren zum einen die metallische Gitarre von Olli, der ja inzwischen bei KEIN HASS DA klampft, und der eigenständige Gesang von Ille. Insgesamt waren die EMILS die Frischzellenkur, die die Szene damals brauchte, denn sie verbanden den traditionellen Deutschpunk mit dem neuen Trend, dem Hardcore, der sich aus Amerika kommend immer weiter in Europa breit machte. Zusammen mit dem Hamburger Metal-Punk-Schlachtschiff EROSION gehörten die EMILS zur Speerspitze der neuen Hardcore-Bewegung. Bereits auf ihrem zweiten Longplayer spielten sie mit artfremden Einflüssen herum und traten textlich differenzierter auf den Plan. Nach 11 Jahren und sieben eigenständigen Alben lösten sich die EMILS auf.
"Fight together for ..." ist inzwischen ein Klassiker, der in einem Atemzug mit wegweisenden Punk-Alben wie "Alle gegen Alle", "Zu spät", "Toxoplasma", "Vorkriegsjugend" oder "Ohne Gnade" genannt werden muss. Kein Punker kommt an diesem Werk vorbei. Ist so was wie Pflicht-Lektüre! Und weil das so ist, gibt es zu den Original-Songs noch das Demo von 1987, von dem sich zwei Songs auf dem Debüt und zwei auf dem Nachfolger "Es geht uns gut" wieder finden, oben drauf. Insgesamt 19 Song einmaligen Punkrocks bietet diese essentielle Wiederveröffentlichung. Pflichtkauf!
Habi / www.in-your-face.de


Älteren Semestern ist die Platte sicherlich ein Begriff, schließlich gilt „Fight Together For…“ als Klassiker der Deutschpunk-Sparte. 1988 ist das Debüt der Hanseaten ursprünglich erschienen. Zusammen mit einem Demo aus dem Jahr davor legt Teenage Rebel Records die Scheibe nun mit überarbeitetem Sound und erweitertem Artwork und Booklet neu auf. EMILS steht sowohl für rückwärts geschriebenes Slime als auch für angriffslustige, spritzige Songs zwischen Punk, Hardcore und Metal-Riffs. Roh und direkt geht es auf „Fight Together For…“ durch Songs, die den Zeitgeist und die Wut der 80er Jahre transportieren und ein ums andere Mal für klare politische Statements stehen und den Willen zur aktiven Veränderung dokumentieren. Textlich wie musikalisch stehen die EMILS für Protest und Kampfansagen, an denen es nichts zu deuteln gibt. Die Wiederauflage des Debüts der Hamburger Band macht Sinn, weil „Fight Together For…“ nach wie vor nichts von seiner barschen Durchschlagskraft eingebüßt hat und ebenso mitreißt, wie 1988 zum Zeitpunkt seines ersten Erscheinens. Und in Zeiten, in denen die EMILS auch wieder live Präsenz zeigen, passt es gleich noch besser. Klassiker des Deutschpunks, den man kennen sollte.
Arne / www.music-scan.de


Entstaubter Klassiker!
Schon früher fielen die EMILS aus Hamburg unangenehm auf. Ihr sperriger Punk war hart, laut, chaotisch, unangepasst und legte den Finger in vielerlei Hinsicht dort hin, wo es weh tat. Umso schöner ist es, dass sie es nun wieder tun. Unangenehm auffallen. Im schönsten Sinne. Mit alten Songs, neu zurecht gemacht.
Seit 1998 sind die EMILS Geschichte. Aufgelöst nach 13 Jahren Punkrockumtrieb. 1985 gegründet, hatte die Band den deutschen Punk ein gutes Stück härter gemacht und war vor allem durch den deutlichen Metaleinfluss eigenständiger, als es das Genre eigentlich erlaubt. Ihr Debütalbum "Fight Together For…", im Oktober 1987 innerhalb von einer Woche eingespielt und gemischt, sorgt für Aufsehen in der Szene und gehört bis heute in jede gut sortierte Deutschpunksammlung.
Die zweite Chance dafür gibt es nun, denn Teenage Rebel Records bringt eben jenes Debüt angereichert um die fünf Songs der Demokassette neu auf den Markt - remastered natürlich und auch deshalb alles andere als angestaubt. "Fight Together For…" jedenfalls ist mehr als eine Geschichtsstunde in Sachen Deutschpunk, die Platte ballert auch heute noch. Der dreckige und kantige Hochgeschwindigkeitspunk und die angepissten Texten und klaren Ansagen sind zeitlos und verdienen Aufmerksamkeit. Dass die Songs nebenbei auch eine Menge Spaß machen, dürfte selbstverständlich sein.
Ob daraus mehr wird, sprich ein neues Album, darf bezweifelt werden. Noch lassen die EMILS jedenfalls keine Ambitionen in diese Richtung durchscheinen. Aber wer weiß: Auch der großer Bruder SLIME hat nach den ersten Konzerten wieder Blut geleckt...
Felix Kösterke / www.triggerfish.de


Sind die Zeiten, in denen Deutschpunk-Bands quasi am Fließband Klassiker-Alben produziert haben, wirklich schon so lange vorbei? Mit der regelmäßigen Runde auf dem Plattenteller bleiben uns auch Songs, die schon 20 Jahre auf dem Buckel haben, nah und ewig gültig. Erst so manche Neuauflage führt uns fast brutal vor Augen, wieviel Zeit vergangen ist und was wir heute schmerzlich vermissen.
Ansonsten sind Re-Releases freilich, zumal für Sammler, eine feine Sache. Diesmal ist es Teenage Rebel Records zu verdanken, sich einer zeitlosen Platte neu angenommen zu haben. 'Fight Together For...' war 1988 das Debüt der -emils- und ruft uns nicht nur per Albumtitel aufrüttelnd ins Gedächtnis, worum es eigentlich geht. Zwar durch Slime für ihren Bandnamen inspiriert, hatten sich die -emils- musikalisch aber am sich gerade entwickelnden Hardcore in den USA orientiert, Wut und Roots in Reinform verkörpert und wohl das Kraftvollste auf CD gepresst, was aus der klassischen Rock-Instrumentierung - E-Gitarren, Bass, Schlagzeug - rauszuholen war. Dafür steht ihr erstes Album und die bereits im Jahr zuvor aufgenommenen Demoversionen archetypisch; beides vereint die Wiederauflage in insgesamt 19 Songs.
Ein bisschen wehmütig kann man angesichts 'Fight Together For...' schon werden, nicht zuletzt weil mit dem umfangreichen Text im Booklet nicht nur Bandgeschichte, sondern auch ein wichtiges Stück Hamburger Chronik und der Historie deutscher Underground-Kultur geschrieben wird. Darüber hinaus treibt es einem die Tränen in die Augen angesichts des rauen Zorns und der Kompromisslosigkeit der frühen -emils-. Die konnten nachfolgende Bands, auch wenn der Einfluss der Hamburger hier und da deutlich zu erkennen ist, nie wirklich kopieren.
Das Re-Release von 'Fight Together For...' ist nicht nur für Fans der ersten Stunde gedacht, sondern hat eine wichtige Botschaft für den Nachwuchs, der zum ursprünglichen Erscheinungsdatum womöglich noch gar nicht geboren war: Wer es mit Punk wirklich ernst meint, hält sich besser an brennende Wut, harte Riffs und ein gnadenloses Tempo als an Pop, Klimpermelodien und Massentauglichkeit. -emils- seien ihnen als gebührendes Vorbild ans Herz gelegt
Betty Blue / www.whiskey-soda.com


Früher war alles besser. Ironischerweise trifft diese Aussage nicht allein auf die ewig mahnende Elterngeneration zu, sondern auch den Freund des gepflegten Deutsch-Punk. Der musikalische Protest gegen Obrigkeit und Staatsgefüge gab sich in der Gründerzeit roh und kämpferisch, wurde im Fun-Punk jedoch salonfähig und durch hohle Phrasen sowie stumpfe Parolen letztlich der Belanglosigkeit preisgegeben. Für die gute alte Zeit steht aber auch in der Gegenwart das feine Düsseldorfer Label Teenage Rebel Records, über das längst vergriffene Klassiker und Raritäten nach und nach wieder zugänglich gemacht werden.
Der neueste Coup ist das Re-Release des 1988 erstveröffentlichten EMILS-Debüts „Fight Together For...“ – inklusive ausführlich-informationsreichem Booklet und den fünf Songs ihrer 1987 eingespielten Demo-Kassette als Bonus. Dass die 1998 aufgelösten – und zwischenzeitlich für einige Live-Gigs in Urbesetzung wiederformierten – Hamburger (eigentlich -emils- genannt) mehr waren als nur ein Palindrom von SLIME, zeigten sie so schnell wie unverblümt.
Der treibende und energisch-angepisste Punk-Rock wird immer wieder mit Facetten des US-Hardcores variiert und frönt im Gitarrenspiel ferner dem Metal (z.B. „Super GAU“). Die Eigenwilligkeit des Gesangs zeigt sich nicht allein beim Englisch gesungenen und die Apartheit anprangernden „When Does It Stop“, auch Nummern wie der Evergreen „Kirche nein“ oder Hits des Kalibers „Dumm Punk“, „Pass dich an“, „Neo-Nazis“ oder „Wir müssen draußen bleiben“ zeugen von individueller Klasse fernab anbiedernden Pop-Appeals. Somit ist „Fight Together For...“ tatsächlich der kämpferische Beweis dafür, dass zumindest der deutsche Punk früher besser – und allen voran unverbrauchter und ungeschliffener war.
Thomas / www.handlemedown.de


Kennt noch jemand die EMILS? Genau, die, von denen man immer mal wieder gehört hat, sie seien die Nachfolgeband einer gewissen Deutschpunk-Legende, weil sie ja wie SLIME rückwärts gelesen heißen. Tatsächlich ist der Bandname auch so entstanden, aber eher durch Zufall, und mehr haben die beiden Bands auch nicht miteinander zu tun, außer, dass sie beide aus Hamburg kommen, Punkrock spielen und deutsche Texte haben. Die EMILS traten aber erst Ende der 80er auf den Plan, als die erste Punkwelle schon wieder abgeflaut war und hoben sich von anderen deutschen Punk-Bands dadurch ab, dass auch Elemente aus amerikanischem Hardcore und Metal in die Musik einflossen. Die Band existierte bis 1998 und veröffentlichte mit Alben wie „Fight Together For…“, „Es Geht Uns Gut“ oder „Wer Frisst Wen“ einige Scheiben, die in der Punk-Szene mächtig Staub aufwirbelten. Teenage Rebel hat jetzt das seit Jahren vergriffene Debütalbum „Fight Together For…“ neu aufgelegt. Der rotzige Hochgeschwindigkeits-Punk ist auch heute noch gut zu hören, und auch die kämpferischen Texte haben weder ihre Wirkung noch ihre Relevanz verloren. Die Songs wurden geremastered, wodurch der Sound heutigen Hörgewohnheiten entspricht, ohne dass er jedoch seine Ecken und Kanten, seinen Dreck und seine rohe Energie verloren hätte. Als Bonus gibt es noch die fünf Tracks des ersten Demos (damals noch auf Kassette erschienen!) dazu. Abgerundet wird das Paket durch ein 28-seitiges Booklet mit Songtexten, Band-History, Fotos und anderem Material. Alte Fans, die das Teil noch nicht ihr Eigen nennt, sollten hier unbedingt zugreifen, aber gerade auch jüngere Punkrock-Anhänger sollten sich diesen Genre-Klassiker mal zu Gemüte führen.
Jan / www.metal-inside.de


Hamburg hatte schon immer in der deutschen Punk-Szene eine gewisse Ausnahmestellung. Mit Bands wie Slime, Razzia, den Goldenen Zitronen und zahlreichen Jens Rachut-Bands hob sich die Hansestadt immer wohltuend vom durchschnittlichen Deutsch-Punk ab oder setzte sogar Stil prägende Zeichen. Die große Zeit des deutschen Punk waren natürlich auch in Hamburg die 80er Jahre und zu den Klassikern zählt sicher das erste Album „Fight Together For…“ von den EMILS aus dem Jahr 1988. Trotz des Bandnamens (wer’s nicht selbst bemerkt: mal rückwärts lesen!) und des Schriftzuges, hatte die Gruppe personell nichts mit Slime zu tun. Sicher kannte man sich und die Anspielungen sind natürlich kein Zufall.
Nach weit über 20 Jahren hat sich nun Teenage Rebel Records dieser Scheibe angenommen und sie in remasterter Form auf CD wieder veröffentlicht. In Zeiten, wo jede Proberaumband problemlos eine CD raus bringen kann und es dabei auf die Qualität gar nicht ankommt, ist es schön mal wieder solchen Alte-Schule-Kram zu hören, als noch nicht jede Woche zig Platten erschienen und man sich wirklich gefreut hat, wenn man in Hamburg bei Michelle Records was Neues entdeckt hat. Zu hören gibt es harten, treibenden Sound, der bereits früh einige Metal-Elemente mit eingebaut hat, allerdings noch eher dezent und nicht so prominent, wie es heute viele Gruppen machen. Dazu eine ordentliche Portion Ami-Hardcore, der damals noch nicht so weit vom Punk entfernt war, wie später. Die Musik ist noch ganz klar dem Punk-Rock zuzuordnen und bewegt sich irgendwo zwischen Vorkriegsjugend, Angeschissen und Rawside. Vom schlichten Deutsch-Punk á la Normahl oder Daily Terror ist man zum Glück weit entfernt (wobei gegen deren Musik ja auch nichts einzuwenden ist). Textlich bezieht man klar Stellung gegen Staat, Nazis, Kirche und Fehlentwicklungen in der eigenen Punk-Szene (hätten die damals mal geahnt, wie sich das bis heute weiter entwickelt…). Dabei werden allzu plakative Parolen aber vermieden, stattdessen könnte man die deutschsprachigen Texte irgendwo zwischen der dritten Slime-LP und den ersten Razzia-Platten ansiedeln, also alles andere als dumm, aber auch ohne erhobenen Zeigefinger. Um es mal etwas plump auf den Punkt zu bringen: die EMILS waren absolut glaubwürdig und zwar zu einer Zeit, als dieser Begriff noch nicht zu einem Klischee geworden war. Ich gebe zu, diese Kritik ist stark durch persönliche Erfahrungen geprägt, als Hamburger und als „alter Sack“. 1988 schien Punk noch etwas zu bedeuten, provozierte noch die Öffentlichkeit und hatte die Botschaft von persönlicher Freiheit (Kampf um die Hafenstraße zum Beispiel). Ob die heutige Punk-Szene mit diesem Album noch etwas anfangen kann, mag ich kaum beurteilen, ein reinhören lohnt sich aber allemal. Und als Bindeglied zwischen dem Früh 80er- und Früh 90er-Punk in Deutschland ist „Fight Together For…“ ein aufregendes Zeitdokument. Und das nicht nur für Hamburger.
Die CD liefert das komplette 1988er Album inklusive der beiden Bonustracks der 1990er CD-Version. Dazu ist das 1987er 5-track-Demotape, mit dem die Band erstmals in Erscheinung getreten ist, als Bonus dabei. Das fette Booklet enthält eine ausführliche Bandgeschichte bis zur ersten Trennung 1998, viel altes Bildmaterial und die Texte. Rundum eine gelungene Wiederveröffentlichung also, wie bei Teenage Rebel Records üblich zu einem sehr fairen Preis.
A.P. / www.backagain.de


Der Bandname las sich rückwärts Slime,aus Hamburg stammten sie ebenfalls. Das reichte Mitte der Achtziger schon mal für diverse Gerüchte. Tatsächlich steckte hinter den EMILS aber eine eigenständige Mischung aus Deutsch-Punk, Ami-Hardcore und etwas Metal. "Fight Together For..."(1988) war zudem druckvoll produziert und eine echte Frischzellenkur für die Szene. Remastert, um diverse Demos und ein fettes Booklet angereichert gibt´s das Ding jetzt wieder auf CD.
Jan Jaedike.............................................................7 (Rock Hard)


Dieses Produkt haben wir am Montag, 29. August 2011 in unseren Katalog aufgenommen.
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